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"Es gibt nichts Unnützes, was nicht wenigstens einmal gesagt werden sollte."

31Jahre - Politikstudent - Musiker, leidenschaftlich, gut? - in festen Händen - Hobbyphilosoph - Gelegenheitslyriker - Hypokrit - Optimist - Postsokratiker - Faulpelz - Trittbrettfahrer - Arbeitstier



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Verfasst am 03.03.2004 02:33:10 Uhr
Guidos Appartement

Traditionell, bayrisch religiöser Einakter, in den Hauptrollen Guido Westerwelle, Angie Merkel und Edmund, Ayatollah Stoiber


1. Szene (an der Tür)

G.W.: Hallöchen, meine Süßen. Schön Euch zu sehen. Bussi, bussi, kommt rein.

E.A.S.: Halt’s Maul Schwuchtel!

G.W.: Brauchst fei ned glei ausfallend werdn, gell?!

A.M.: Also werte Kollegen! Vertragen Sie sich doch bitte.

E.A.S.: Jetz hab dich mal ned so! Nimm lieber die komische Mütze ab, ho, ho…

G.W.: hi, hi, hi…

A.M.: Welche Mütze?

E.A.S.: ho, ho, grunz, ho…

G.W.: hi, hi…

A.M.: Was lachen Sie denn? Ich hab doch gar keine Mütze auf. Irgendwie fühle ich mich nicht ernst genommen.

G.W.: hi, hi, kenn ich, hi, hi…

E.A.S.: Idioten!

G.W.: Wenn ihr mir bitte folgen würdet. (wackelt voran ins Wohnzimmer)

E.A.S.: Was für a Fahrg’stell. Des dad ma bei da Karin ah taugn.

G.W.: Das hab’ ich g’hört!

A.M.: (an Stoiber) Was hat er gehört?


2. Szene (um den roséfarben, mit Proseccoflaschen bestückten Glascouchtisch stehen drei himmelblaue wuschige Kuschelsofas)

E.A.S.: Do setz ich mi ned nei! Kriegt ma ja Augnkrebs von!

G.W.: Kannst Dich ja auch auf’n Boden setzen wenns’d willst.

A.M.: Bekomme ich was von dem Schaumwein?

E.A.S.: Ich werde jetzt noch kein „Glas“ Sekt öffnen.

G.W.: Des is a Prosecco es Banausen!

E.A.S.: Des is mir vollkommen wurscht. Hast du koa Augustiner?

G.W.: Doch, im Kühlschrank, des muast da aba selber holen.

E.A.S.: Scheiß Service!

A.M.: Wie in Deutschland, hi, hi…

E.A.S.: Idioten!


3. Szene (Küche, Stoiber kniet vor dem Kühlschrank)

E.A.S.: Gruzefix, i kann des scheiss Bier ned finden.

G.W.: Im Gemüsefach, ganz unten.

E.A.S.: Warum hast des denn da runter gestellt?

G.W.: Damit da Schäuble auch hinlangen kann wenn er mal da is.

E.A.S.: Du Depp. Du wohnst im 5. Stock und hast ned a mal an Aufzug.

G.W.: Echt? Der Vermieter hat g’sagt die Wohnung is behindertengerecht. Ich hab sogar a extrabreites Klo.

A.M.: Sie wohnen zur Miete?

G.W.: Ja klar, was anderes kann ich mir doch ned leisten. Ich hab immerhin 31 Semester studiert und jetz muß ich des BAFöG zurückzahlen.

E.A.S.: Was hast Du noch mal studiert?

G.W.: Soziologie.

E.A.S.: Idioten!


4. Szene (Gruppe, um den Tisch sitzend)

G.W.: Ich mag ned dass der Schäuble Bundespräsi wird. Zu dem kann doch gar keiner aufschauen.

E.A.S.: Aber er ward a prima Vor“sitzender“, he, he…

G.W.: hi, hi…

A.M.: Sie sind ja soooooo gemein. Lassen Sie uns doch mal ernsthaft diskutieren. Mir gefällt der Herr Kirchhoff.

G.W.: Naa, ned scho wieder an Juristen. Samma doch erst den Herzog losgeworden.

E.A.S.: Hast Du was gegen Juristen oder was? Soziologenkasperl, Du.

A.M.: Nein, ich habe gemeint ‚mir „gefällt“ der Herr Kirchhoff.

E.A.S.: Na, des kann i jetz ned glauben. Und ich hab g’meint du bist scho total vertrocknet.

A.M.: Aber wenn ich Schaumwein trinke fühle ich mich immer immer ganz feucht untenrum.

G.W.: Des is a Prosecco, zefix!

E.A.S.: (rümpft die Nase) Angie, Du bist ned feucht, Du bist inkontinent. Bäh stinkt des, des halt’st ja ned aus.

A.M.: Was ist inkontinent?

G.W.: Des kenn ich. Des is wenn’s beim Pupsen ned knattert.

E.A.S.: Nein das heißt Flatulenz. Hör bloß auf, ich sag’s dir. Wir brechen sofort ab, wenns’d an Scheiß baust.

G.W.: Ich weiß ned, aber ich glaub die Angie muß kotzen. Die is käsweiss.

E.A.S.: Dann schick’s raus zu die Journalisten, die wollen eh wissen, wie’s ausganga is.

G.W.: Des versteh ich jetz ned.

E.A.S.: Idioten!


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