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"Es gibt nichts Unnützes, was nicht wenigstens einmal gesagt werden sollte."

31Jahre - Politikstudent - Musiker, leidenschaftlich, gut? - in festen Händen - Hobbyphilosoph - Gelegenheitslyriker - Hypokrit - Optimist - Postsokratiker - Faulpelz - Trittbrettfahrer - Arbeitstier



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Verfasst am 21.03.2004 08:44:29 Uhr
Heul doch! Part 4
Heute etwas kürzer, um das Kapitel zu beenden


Aus einem Eis waren zwei geworden. Dann gab es Kaffee und schließlich waren sie bei den Longdrinks gelandet. Robert hatte sich lange nicht mehr so köstlich unterhalten und so langsam hatte er einen sitzen. Die Frau war echt erste Sahne. Wie er bis jetzt herausgefunden hatte, war sie 22 Jahre alt, studierte im dritten Semester Soziologie und jobbte abends in einer Schwabinger Kneipe als Bedienung. Nun wusste er auch, woher sie ihre Härte hatte, denn der Umgang mit Betrunkenen und Redseeligen war durchaus kein Zuckerschlecken. Sie hatten sich wirklich so richtig verquatscht und Robert musste feststellen, dass es auf dieser Welt tatsächlich noch jemanden gab, der ihn in Grund und Boden reden konnte. In der Regel kamen seine Gesprächspartner selten zu Wort, doch dieses Mal musste er darum kämpfen, wenigstens ab und an einen kurzen Kommentar in ihren Redeschwall einzufügen. Maya erzählte gerade von einer lustigen Begebenheit in ihrer Statistikvorlesung, doch die Worte gingen durch Robert hindurch. Er konnte einfach den Blick nicht aus ihrem Dekollete nehmen. Er konnte sie vor seinem inneren Auge richtig spüren. Fest und rund lagen sie in seinen imaginären Händen, mit steifen Nippeln, die sich mit jedem Streicheln seines Daumens ein wenig weiter aufrichteten. Sie hatte aber auch ein verdammt vorteilhaftes Top an, welches ihren Brustansatz unverschämt gut zur Geltung brachte.

Robert sah auf. Maya hatte ihre Geschichte beendet und er bemerkte, dass ihr vollkommen bewusst war, auf welche Art er sie anstarrte. Er räusperte sich. „Ähm, is ja `ne krasse Geschichte mit Deinem Prof.“ Dümmer hätte er sich nun ja gar nicht anstellen können. Er ärgerte sich. Sonst war er nie verlegen. Maya grinste ihn an. Auch sie hatte anscheinend schon ausreichend Alkohol intus, doch im Gegensatz zu ihm machte sie das nicht im Geringsten verlegen. „Erzähl doch mal“, fragte sie, „wie lange hast du schon nicht mehr mit einer Frau geschlafen?“ Das ging nun entgültig zu weit. Immerhin war er der Mann und er hatte die Initiative zu ergreifen. Er konnte sich von dieser Frau doch nicht einfach das Heft aus der Hand nehmen lassen. „Rate doch mal“, gab er Amüsiertheit heischend zurück, „aber glaub ja nicht, dass ich aus der Übung wäre!“ Nun war sie in der Defensive. „Lust es herauszufinden?“ Endlich war er wieder er selbst. „Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich bereits nach dem ersten Abend mit einem Wildfremden ins Bett steige“, versuchte Maya sich zu widersetzen. Doch Robert hatte bereits Blut gerochen. „Auch wenn er dir das Leben gerettet hat? Zumindest fast“, fügte er hinzu. „Dann hat er sich zumindest einen Kuss und eine Telefonnummer verdient.“ Maya beugte sich weit über den Rundtisch und hauchte Robert einen warmen Kuss auf die Lippen. Robert stockte fast der Atem. „Wenn du jetzt aufhörst, verpasst du die schönste Nacht deines Lebens“, atmete er und gab der Versuchung nach, sie wild und leidenschaftlich zu küssen.

Eine, in liebestechnischem Sinne äußerst wilde, U-Bahnfahrt später, kamen sie in seiner Wohnung an. Während er Maya spielerisch auf das Bett warf, bediente er im Vorübergehen den Anrufbeantworter. Es war Philip, der sich für sein Fehlen beim Fußball entschuldigen wollte. Robert grinste förmlich in sich hinein. Um den würde er sich morgen kümmern. Sollte Philip sich doch bei dieser drögen Künstlerin langweilen. Er, Robert, hatte jetzt gleich Sex und zwar mit einem wirklich heißen Braten.

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Verfasst am 21.03.2004 01:56:14 Uhr
Mal wieder Lust auf Dichtung


Der Stein

Einen Stein,
so rund und fein,
den schmeiß’ ich dir
ins Fenster rein.

Das Glas, es splittert,
der Stein der lacht
und denkt sich,
hast Du gut gemacht.


Willenlos

Kraft? Einschlag.
Wort? Eintrag.
Kinohöhle? Kuschelnd knutschen.
Bücher? Testen.

Leben? Überholspur.
Genuss? Pur gerüttelt.
Sterben? Zu jung.
Altern? Zu dumm.

Fesseln!
Knebeln!
Verschnüren!
Packen!

Befreien!
Ratten vorm
Verrotten
Retten!

Seiender Kreislauf,
Liebe mit Schluckauf
Dreh mich im Kreis

Laterne!

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